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0.     Contents Contents
 
4.     Flora
4.8.     Pflanzenportraits


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''Adonis annua'' - Adonisröschen. Welche Blume damit gemeint ist, ist nicht ganz sicher, denn das echte Adonisröschen ist rot. Wahrscheinlich wurde die rote Annemone zum mythischen Adonisröschen. Kronenannemonen und asiatischer Hahnenfuß verwandeln im Spätwinter und Frühling die Wiesen und Hänge in einen bunten Teppich. Auch tiefrote Blüten setzen sich zitternd dem Wind (Anemos) aus. Die rasch welkende Blume erinnert an Adonis, den Geliebten der Aphrodite, der in jugendlicher Blüte von einem Eber getötet wurde. Die Blume spross aus einem seiner Blutstropfen und wurde zum Symbol für Tod und Wiedererwachen der Natur.
 
Orchideen - der Name ist vom griechischen Wort ''orchis'' für Hoden abgeleitet und nicht umsonst nennen wir die heimischen Orchideen auch Knabenkräuter. Die Alten schrieben den Wurzelknollen aphrodisierende Wirkung zu und sammelten sie eifrig.
 
Zungenstendel - sehr viel weniger auffällig sind die Ophrys-Arten. Das griechische Wort bedeutet Augenbraue, Stirn, Rand, Anhöhe aber auch Stolz und Hochmut.
 
Ebenholzbusch - Ebenus cretica, endemische Pflanze.
 
Kretische Rutenglockenblume Petromarula pinnata -, hat sich vor Jahrmillionen nach Kreta zurückgezogen und hier alle klimatischen und geologischen Umwälzungen überlebt.
 
''Cyclamino cretiko'' - kretische Alpenveilchen, eine ausgefallene Variante des wilden griechischen Alpenveilchens, ist das weiße kretische Alpenveilchen, das als Endemit nur auf Kreta vorkommt. Im Gegensatz zu seiner etwas größeren Schwester, die im Herbst zart rosa blüht, übersät es im Frühling mit seiner weißen Pracht die schattigen Waldflächen.
 
Ferula communisRiesenfenchel oder gemeines Steckenkraut - ''Ferrula communis'', - sprießt im Frühjahr und einer besonderen Eigenschaft hat sich schon ''Prometheus'' bedient. Als 15.43.   Zeus Zeus den Menschen die Gabe des Feuers verwei-gerte, stahl Prometheus bei ''Hepháistos'' in dessen Schmiede einen Funken Glut, entzündete das leicht entflammbare Mark des Riesenfenchels in der schützenden nicht brennbaren Hülle des Stengels und trug das Feuer auf die Erde.
 
Basilikum - ''Ocimum basilicum'', in keinem kretischen Hausgärtchen fehlt das Basilikum - nicht als Gewürz sondern aus Tradition. Helena, die Mutter Konstantins des Großen, fand bei ihrem Besuch in Jerusalem, Mitte des 4. Jahrh. das Kreuz Christi wieder. Über der Fundstelle wuchs Basilikum das ''Königskraut''. Helena wird seitdem als Heilige verehrt. Sie feiert zusammen mit Konstantin am 21.5. Der Tag der Kreuzauf-findung wird in der kathol. Kirche am 3. Mai gefeiert. Zum Gedächtnis an die Kreuzaufrichtung am 14.9.353 in Konstantinopolis feiert man in der Ostkirche an diesem Tag das Fest der Kreuzerhöhung. Ehrfurcht verbietet es dem orthodoxen Christen das Basilikum als Gewürzkraut zu verwenden, dafür fehlt es in keiner Weihezeremonie und schmückt mit seinem frischen Duft am 14.9. alle Kirchen.
 
Rosmarin - Weihrauch der Alten, wenn es den echten Weihrauch nicht gab - wohl deshalb heißt der Rosmarin auch auf griechisch ''Dendro-Lívano'' = Baumweihrauch. Bei religiösen Ritualen wurden früher Rosmarinzweige auf dem Altar verbrannt. Rosmarin ist ein Symbol für Treue.
 
Bärenklau / Acanthus spinosus, (Akanthusgewächse, Distelgewächs) die beeindruckende Blütenpracht inspirierte die sich an der Natur orientierenden Griechen in der Kunst. Das korinthische Kapitell (dritte Bauordnung nach der dorischen und der ionischen) wurde im 4. Jahrh. vor Chr. erstmals vom korinthischen Bildhauer ''Kallímachos'' geschaffen.
 
15.33.   Narzissen Narzissen - ''Narcissus tacetta'' und Pankratium maritimum , schon im Januar blühen die Narzissen (tazetta). Das ''manoussáki'' verbreitet einen betäubenden Duft. Narkissos der Sohn einer Waldnymphe, war in sein eigenes Spiegelbild verliebt. Im Sommer blüht die schon bei den Minoern als Motiv beliebte Strandnarzisse. Auf Wandmalereien, Sarkophagen und Tongefäßen ist sie abgebildet.
 
Keuschlammstrauch - ''Vitex agnus castus'', blüht bis in den Oktober weiß oder zartlila. Hera die Schwester und Gattin des 15.43.   Zeus Zeus soll unter einem Keuschlammbaum geboren worden sein. Weil sie die Beschützerin der Ehe ist, wurde der Strauch zum Sinnbild für Keuschheit. Aber auch 15.3.   Asklepios Asklepios, der Sohn des Apoll und Gott der Heilkunst, hieß in Sparta der Keusche, weil die Spartaner sein Standbild aus dem Holz des Keuschlammstrauches geschnitzt hatten.
 
Malothíra (Sideritis syriaca) ''Tsái tu vunoú'' - Bergtee - auch diesen Namen trägt diese einheimische Inselpflanze. Malotíra Tee ist vor allem Heilmittel bei Erkrankungen der Atemwege und bei Verdauungsbeschwerden. Malothíra wächst in den Weißen Bergen und am Psiloritis über 1000 m.
 
Chórta heißt der kretische Salat, der von mit Plastiktüten bewaffneten Männern und Frauen auf freiem Feld gesammelt wird. Seine Zusammensetzung ist je nach Jahreszeit und Sammler unterschiedlich. Junger Acker-Hedrich gehört dazu, viele wildwachsende, rettichartige Radikio-Sorten und Artischocken, natürlich Löwenzahn und Senfkraut, Sauerklee, Sauerampfer, Spitzwegerich, junger grüner Spargel, Brunnenkresse und Gänseblümchen.



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