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Die Macchie ist ein fast undurchdringlicher, dichter Buschwald von 2-4 m Höhe und trägt ihren Namen nach der korsischen Bezeichnung für die auch dort häufig vertretene Cistrose nämlich mucchio. Die Macchie ist eine Degradationsform des mediterranen Waldes, da die Schafe und Ziegen eine natürliche Verjüngung der meisten Baumarten verhindern. Selten geht sie über 650 m hinaus. Ein Beispiel sind die macchiebewachsenen Flächen oberhalb Kloster Arkadi. Zu den charakteristischen Pflanzen gehören die bereits erwähnten heckenrosenähnlichen Cistrosen (Cistus), von denen neben den weiß und gelb blühenden Arten auf Kreta besonders die endemische rosablühende Kretische Cistrose (Cistus creticus) vorkommt. Als nächstes ist die unserem Heidekraut ähnelnde Baumheide (Erica arborea) zu nennen. Ebenfalls zu den Erikagewächsen gehört der Erdbeerbaum (Arbutus unedo). Aus seinen maiglöckchenartigen Blüten werden später erdbeerähnliche rötliche Früchte, die zwar essbar, aber nicht sehr schmackhaft sind.
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Ein immergrüner Strauch, der zur reich vertretenen Gruppe der Pistazienarten gehört und der außerhalb der Macchie auch Baumform annehmen kann, ist der Mastixstrauch (Pistacia lentiscus), dessen lederartigen Blättern ein harziger Geruch entströmt. Es ist dies der Baum, dessen durchsichtiges Harz im Altertum als Räucher- und Heilmittel Verwendung fand und heute noch im Orient als eine Art Kaugummi benutzt wird. Die immergrüne Myrte (Myrtus communis), mit ihren zierlichen weißen Blüten und dem lieblichen Duft, die als Symbol der Liebe, Schönheit und Jugend den Brautkranz schmückt, war ebenfalls der Aphrodite geweiht.
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Die Blätter der Myrte haben ein dichtes Netz von nadelfeinen Drüsen, die ein ätherische Öl enthalten. Ferner den Philariastrauch (Phillyrea angustifolia) sowie verschiedene Ginsterarten, von denen der leuchtend gelbblühende , jedoch mit giftigen Stacheln bewehrte Stechginster (Calycotome spinosa), der sogar von Schafen und Ziegen gemieden wird (Ziegentöter) der unbeliebteste ist. Fast überall ist die Macchie mit Krüppelformen der Kermeseiche durchsetzt. Daphne, Tochter des Flussgottes Ladon, hieß die von Apoll geliebte Nymphe. Sie war eine hübsche wilde Jungfrau und als Apoll sie begehrte flüchtete sie zu ihrer Mutter Gäa, die sie in einen Lorbeerbaum (Laurus nobilis) verwandelte. Apoll besiegte den Drachen Python, wusch sich dann im noch heute lorbeerbewachsenen Tempetal und zog mit Loorbeer bekränzt als gereinigter Sieger in Delphi ein. Lorbeer kündet von Ruhm und Ehre
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