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Kreta ist eine arme Insel. Bodenschätze gibt es keine, deswegen auch kaum nennenswerte Industrie. 60% der Landbevölkerung lebt von der Bewirtschaftung ihrer kleinen Felder oder von der bescheidenen Zucht von Schafen, Ziegen, Schweinen und Geflügel.
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Landwirtschaft und Tourismus sind die Säulen der kretischen Volkswirtschaft. Allein zwei Drittel der ca. 270.000 Erwerbstätigen arbeitet in der Landwirtschaft. Diese Zahl wird etwas verzerrt durch die Tatsache, dass viele Landwirte nebenher im Tourismus oder am Bau arbeiten und als Berufsbezeichnung Bauer angeben, um keine Steuern zahlen zu müssen. 30% arbeitet im Dienstleistungsgewerbe. Industrie ist kaum vertreten und nur von lokaler Bedeutung (Lebensmittel, Möbelindustrie, Steinbrüche usw). Hier arbeiten nur 9% der Erwerbstätigen, die Hälfte von ihnen im Großraum Iráklion. Fast ebensoviele ca. 8% sind im Bauwesen und bei öffentlichen Arbeiten tätig. Iráklion besitzt viele nahrungsmittelverarbeitende Betriebe. Die Statistiker zählen im einzelnen 6.500 Manufakturen, 100 größere Betriebe und 3.000 Handelsfirmen. Importiert werden Fleisch und billigere Lebensmittel aus EG Produktion, außerdem Elektro und Elektronikartikel, Maschinen und Autos. Ein mit Dieselöl betriebenes Kraftwerk westlich von Iráklion und eines bei Chaniá versorgen die ganze Insel mit Strom.
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Die industrielle Entwicklung Kretas ist im Vergleich zum griechischen Festland eher unbedeutend. Ein großer Teil der Fabrikation ist mit der Landwirtschaft verknüpft (Seife, Getränke, Nahrungsmittel). Daneben spielt noch die Bau- und Textilindustrie sowie Möbelwerkstätten eine gewisse Rolle. An Bodenschätzen werden lediglich Gips, Alabaster und Marmor abgebaut. Der französische Altertumsforscher Paul Faure entdeckte allerdings zwischen 1965 und 1969 an etwa 30 Stellen Kretas Kupferkarbonate und Sulfide und andere Kupfererze, die sehr gut an ihrer Farbe zu erkennen sind: Azurit, Malachit, Kupferkiese und Oxide, Magnetit, Limonot, Hämatite und Pyrite und wenig Galenit, welches meist in Verbindung mit Silber vorkommt. Nur etwa 290 Betriebe haben mehr als 10 Beschäftigte, obwohl insgesamt 15,8% der Bevölkerung in Industrie und Handwerk beschäftigt sind. Die zahlreichen Handwerksbetriebe, Töpfereien, Webereien, metallverarbeitende Betriebe, Werkstätten zur Herstellung von Souvenirs (vor allem Alabastergefäße) werden meist auf Familienbasis ohne fremde Arbeitskräfte geführt.
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