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Zikaden - Symbole des Südens. Die Familie der ''Cicadidae'' verteidigte ihren Ruf als lautstärkstes Insekt der Welt. Denn die Singzikaden - Zoologen zählen sie mit schweigsameren Schädlingen wie Blattflöhen oder Mottenschildläusen zur Ordnung der Homoptera, den Pflanzensaugern - musizieren nur bei Wärme. Im Mittelmeerraum vorwiegend an Juli- und Augusttagen, oft von frühmorgens bis Sonnenuntergang, so phonstark wie ausdauernd. Und das mit gutem Grund. Das überirdische Dasein des Insekts ist kurz. Wie die meisten der weltweit etwa 30 000 Arten - davon 4500 Singzikaden - bleiben auch den 13 im Süden Frankreichs vorkommenden Cicadidae gerade zwei bis drei Wochen für ihre Gesänge.
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Die Schnarr-Töne sind zwar von Art zu Art verschieden, fast immer aber reine Männersache - wodurch sich einst der griechische Dichter Xenarchos zu der Bemerkung hinreißen ließ: ''Glücklich leben die Zikaden, denn sie haben stumme Weiber.'' Vor allem denen zuliebe setzen indes die Männchen ihre komplexen Trommelorgane am Hinterleib in Bewegung: Durch rasch aufeinander folgende Muskelkontraktionen lassen sie eine Schallmembran schwingen, deren knackendes Eindellen und wieder Zurückspringen jenes Geräusch verursacht, das ihren Fortpflanzungswunsch kundtut. Und das 300 bis 900 mal pro Sekunde, schallverstärkt von einer Tracheenblase. Zwei bis drei heiße Wochen später haben sie ausgezirpt.
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