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4.     Flora
4.1.     Pflanzen- und Erdgeschichtliches


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Kreta ist eine alte Insel. Seit 6 Mio. Jahren vom Festland getrennt, haben sich hier viele alte Pflanzensippen als Relikte erhalten oder neue Formen gebildet. Dieser 15.10.   Endemismus Endemismus, d.h. der hohe Anteil eigenständiger, nur hier und sonst niergendwo vorkommender Pflanzen, ist ein Grund für das botanische Ansehen, das die Insel seit jeher bei Pflanzenliebhabern und Fachleuten genießt. Aus dem alten Mittelmeer, der Tethys, tauchte im Oligozän (Frühtertiär) eine Landmasse auf, die den ganzen Raum der heutigen 15.1.   Ägäis Süd-Ägäis einnahm. Unter warmfeuchten Klimabedingungen konnte eine subtropische Waldflora entstehen, wie sie heute noch in Ostasien und im pazifischen Nordamerika gedeiht. Später, im Miozän, bricht das Meer von Süden her ein und trennt Kreta erstmals als Insel ab.
 
Im Obermiozän fielen die Meeresverbindungen zum Atlantik trocken, der Spiegel des Mittelmeeres sank, das Klima wurde zunehmend trockener, das Land versteppte. Wald wuchs nur noch in den Flusstälern, Kälte ertragende Steppenpflanzen stiegen hoch ins Gebirge. Durch zunehmende Abkühlung des Klimas kündigen sich die 15.9.   Eiszeit Eiszeiten an, denen im Mittelmeerraum kühle Regenzeiten entsprechen. Kälteresistente Pflanzen verdrängen auf dem Festland mehr und mehr die Reste der alten subtropischen Flora. Auch an Kreta geht die hereinbrechende Klimakatastrophe nicht spurlos und ohne größere Verluste am Florenbestand vorbei. Das Meer jedoch schützte die Insel vor dem Eindringen von Neulingen. Im Küstenbereich war es wohl immer warm genug für die Erhaltung der mediterranen Hartlaubvegetation und einiger weniger subtropischer Holzarten, wie Lorbeer, Palmen und Zypressen. Die ausgleichende Wirkung des Meeres mag dazu beigetragen haben, die Klimaschwankungen des Eiszeitalters für die Lebewelt zu mindern. Für den gegenwärtigen schlechten Zustand der Vegetation ist ausschließlich der Mensch verantwortlich. In wenigen tausend Jahren wurden die einst ausgedehnten Wälder zerstört. Die Folgen : 15.11.   Erosion Erosion und Bodenabtragung bis auf den nackten Fels.



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